Success Story - Stiftung Alters- und Pflegeheim Nidwalden

Können Sie sich und die Stiftung Alters-und Pflegeheim Nidwalden kurz vorstellen?

Die Stiftung Alters- und Pflegeheim Nidwalden oder kurz «Nägeligasse» liegt im Zentrum von Stans. Die Nägeligasse funktioniert – eingebettet in einem sich wandelnden Umfeld – als ein interessantes Räderwerk unterstützender Angebote, verschiedener Bereiche, vielfältiger Prozesse und vor allem individueller Menschen. Für die Pflege und Betreuung stehen 123 Pflegeplätze zur Verfügung. Rund 200 Mitarbeitende setzen sich tagtäglich für die Bewohnenden und deren Umfeld mit Herz und Kompetenz ein. Zu meiner Person: Seit Dezember 2022 bin ich als Leiter Hotellerie in der Nägeligasse engagiert und für einen vielfältigen Bereich, bestehend aus der Hauswirtschaft, Küche, Gastwirtschaft und Technischer Dienst, und damit für rund 50 Mitarbeitende verantwortlich.

Weshalb beschäftigen Sie sich bei der Stiftung Alters- und Pflegeheim Nidwalden mit der Digitalisierung der Reinigungsprozesse?

Wir sehen die Digitalisierung als ein nützliches Werkzeug zur Unterstützung unserer Prozesse und der darin mitarbeitenden Menschen. Bei der Einführung von digitalisierten Prozessen legen wir grossen Wert auf eine einfache und verständliche Bedienung für den Benutzer. Der Nutzen soll sowohl für den Anwender und letztendlich für die Bewohnenden entstehen.

Was sind die speziellen Anforderungen im Gesundheitswesen? Welche Abläufe und Prozesse wollten Sie optimieren?

Bei der Analyse der bisherigen Prozesse und Abläufe ist uns aufgefallen, dass einerseits ein hoher und regelmässiger Aufwand für die Einsatzplanung besteht und andererseits Reibungspunkte entstehen, wenn unvorhersehbare Ereignisse wie Personalausfälle oder Austrittsreinigungen auftreten. Der daraus entstandene Koordinationsbedarf war sehr ressourcenintensiv. Die Reinigungsplanung musste kurzfristig angepasst, das Personal umgeplant und informiert werden.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist für uns die Qualitätssicherung. Die vorhandenen Erfassungslisten, welche nachweisen wann ein Zimmer zuletzt grundgereinigt wurde, waren sehr statisch, nur sporadisch geführt und dezentral abgelegt. In diesem Bereich sahen wir Optimierungsbedarf. Institutionen in der Langzeitpflege sind mit immer dynamischeren Rahmenbedingungen konfrontiert. Die Aufenthaltsdauer wird immer kürzer. Auf diese Entwicklung und die damit verbundenen Herausforderungen wollen wir agil reagieren und benötigen dafür entsprechende Strukturen, Hilfsmittel und Prozesse.

Warum haben Sie sich für Soobr entschieden?

Mit Soobr sind wir für die aktuellen und künftigen Herausforderungen im Bereich der Reinigungsdienstleistungen bestens gerüstet. Anpassungen von Reinigungsaufgaben sowie das Hinzufügen neuer Tätigkeiten und Flächen können schnell und einfach über das Webportal vorgenommen werden und sind für die Mitarbeitenden in ihrer vertrauten Umgebung integriert.

Die einfache und verständliche Anwendung für die Mitarbeitenden war ein wichtiges Kriterium. Die App kann in über 25 Sprachen angezeigt werden. Zudem können im Rahmen der Implementierung die betriebseigenen Reinigungstouren und Benennungen abgebildet werden. Für die Mitarbeitenden bedeutet dies, sie arbeiten in einem neuen System mit bekannten Strukturen.

Soobr schafft Klarheit darüber, wann, was und wie häufig gereinigt werden soll und zeigt transparent auf, welche Tätigkeiten effektiv ausgeführt worden sind.

Eine interessante Zusatzfunktion ist die Möglichkeit, Defektmeldungen einfach zu generieren. Da Hauswirtschaft-Mitarbeitende täglich in allen Gebäuden unterwegs sind,  sind ihre Augen quasi überall. Mit ein paar einfachen Klicks können die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eine Defektmeldung erstellen. Mitarbeitende des Technischen Dienstes erhalten eine Nachricht und/oder ein Foto inklusive Angabe des Raumes und können dies in ihren Workflow integrieren.

Soobr denkt mit, priorisiert und plant bei Bedarf um. Verantwortliche Personen werden dadurch entlastet und können sich mit effektiveren Tätigkeiten beschäftigen.

Wie ist die Akzeptanz der Reinigungskräfte?

Eine Herausforderung bestand vor allem darin, die teils seit Jahren verinnerlichten Reinigungstouren und Abläufe neu durch Soobr vorgeben zu lassen. Das heisst, sich auf die digitale Führung einzulassen.  

Bei digitalaffinen Mitarbeitenden war die Implementierung erwartungsgemäss einfacher. Es entstand eine tolle Dynamik: Die digitalaffineren Mitarbeitenden schlüpften in die Rolle der Instruktoren und konnten die technisch scheuen Team-Gspändli unterstützen. 

Bei der Einarbeitung von neuen Mitarbeitenden ist Soobr ein grosser Mehrwert und führt zu einer schnelleren Selbständigkeit im neuen Arbeitsumfeld.

Wie schätzen Sie das Potenzial der Digitalisierung im Gesundheitswesen ein?

Ich bin von der Digitalisierung respektive Automatisierung als Hilfsmittel überzeugt und blicke voller Zuversicht und Neugier in die Zukunft. Ich glaube, das Potential ist riesig, sofern es zu einer Effizienzsteigerung führt und die Endnutzer sich kompetent auf die wesentlichen Arbeitsfelder konzentrieren können.
Lorenz Steiner
Leiter Hotellerie
Mitglied Geschäftsleitung
Stiftung Alters- und Pflegeheim Nidwalden
www.naegeligasse.ch